Demenz: Viele Ausbildungen und Weiterbildungen an anerkannten Schulen.

Ältere Frau sitzt nachdenklich am Tisch bei einer Tasse Kaffee

Menschen im Alter professionell begleiten

Mit zunehmendem Alter verändern sich Bedürfnisse, Lebenssituationen und teilweise auch die gesundheitlichen Voraussetzungen. Gleichzeitig möchten ältere Menschen möglichst lange selbstbestimmt leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben. Fachpersonen, die ältere Menschen kompetent begleiten, betreuen und unterstützen können, übernehmen deshalb eine wichtige Aufgabe.

Die Aus- und Weiterbildungen in diesem Bereich sind vielseitig: Sie reichen von Altersarbeit und Gerontologie über Demenz und Gerontopsychiatrie bis zu Aktivierung, Hygiene, Sterbe- und Trauerbegleitung sowie Palliative Care.

Die Arbeit mit älteren Menschen ist weit mehr als Pflege. Sie umfasst soziale, psychologische, gesundheitliche und gesellschaftliche Aspekte und kann je nach Tätigkeit ganz unterschiedliche Schwerpunkte haben.

  • Altersarbeit und Gerontologie beschäftigen sich umfassend mit dem Älterwerden und den damit verbundenen körperlichen, psychischen und sozialen Veränderungen. Ziel ist es unter anderem, Lebensqualität, Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen zu fördern.
  • Demenz und Gerontopsychiatrie befassen sich stärker mit kognitiven Veränderungen und psychischen Erkrankungen im Alter. Fachwissen hilft dabei, Verhaltensweisen besser zu verstehen, angemessen zu kommunizieren und Betroffene sowie Angehörige professionell zu begleiten.
  • Begleitung und Aktivierung richten den Blick auf Lebensqualität, soziale Kontakte und sinnstiftende Beschäftigung. Dazu gehören beispielsweise spielerische und kreative Aktivitäten mit Seniorinnen und Senioren.
  • Sterbe-, Trauerbegleitung und Palliative Care rücken die letzte Lebensphase in den Mittelpunkt. Dabei geht es um Lebensqualität, Würde und die Begleitung schwerkranker oder sterbender Menschen sowie ihrer Angehörigen.

Damit bietet dieses Themenfeld Möglichkeiten für Menschen mit sehr unterschiedlichen beruflichen Hintergründen – von Betreuung und Sozialem über Gesundheit und Pflege bis zur freiwilligen oder professionellen Begleitung.

Die Schweizer Bevölkerung wird älter. Aktuelle Studien des Bundesamtes für Statistik (BFS) aus dem Jahre 2025 zeigen, dass die Lebenserwartung für Männer bei 82.7 Jahren und für Frauen bei 86.3 Jahren liegt. Damit verändern sich auch die Anforderungen an Altersarbeit, Betreuung, Pflege und soziale Angebote. Gleichzeitig steigt die Bedeutung einer möglichst individuellen und selbstbestimmten Gestaltung des Alters.

Eine Weiterbildung kann dir helfen, ältere Menschen besser zu verstehen und sie fachlich fundierter zu begleiten. Besonders wertvoll ist eine Spezialisierung für Personen, die bereits mit Seniorinnen und Senioren arbeiten und ihr Wissen gezielt erweitern möchten.

Eine Weiterbildung kann für dich interessant sein, wenn du:

  • beruflich mit älteren Menschen arbeitest
  • dich auf Altersarbeit oder Gerontologie spezialisieren möchtest
  • Menschen mit Demenz kompetenter begleiten möchtest
  • deine Kenntnisse über psychische Erkrankungen im Alter erweitern willst
  • Aktivitäten und Beschäftigungsangebote für Seniorinnen und Senioren gestalten möchtest
  • Menschen und Angehörige in der letzten Lebensphase begleiten möchtest
  • deine Kompetenzen in Palliative Care vertiefen möchtest

aus einem sozialen, betreuerischen oder gesundheitlichen Beruf kommst und dich weiterentwickeln möchtest
Die geeignete Weiterbildung hängt stark von deiner bisherigen Ausbildung und deinem geplanten Einsatzgebiet ab.

Welche Ausbildungswege im Bereich Alter, Demenz und Begleitung gibt es?

Berufliche Grundbildung

Abgeschlossene Lehre, Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis EFZ

Zertifikatskurs von Schulen & Organisationen

Nichtformale Bildungsangebote von privaten und öffentlichen Schulen

Lehrgänge mit eidg. anerkanntem Abschluss

Eidg. Fachausweise (BP), Eidg. Diplom (HFP), Diplom HF, NDS HF

Fachhochschulen, ETH, Universitäten

Bachelor, Master, CAS, DAS, MAS, EMBA, Doktorat

Sofort zur richtigen Weiterbildung

Altersarbeit / Gerontologie (Zert.)  ( Aargau
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Demenz (Zert.)  ( Aargau
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Gerontopsychiatrie (Zert.)  ( Bern
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, Zentralschweiz
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Infektionsprävention und Hygiene (Zert.)  ( Bern
  • Bern
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Spielleiter / Spielleiterin Senioren (Zert.)  ( Bern
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Sterbe- und Trauerbegleiter / Sterbe- und Trauerbegleiterin (Zert.)  ( Aargau
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CAS Klinische Kompetenzen in Gerontologischer Pflege (FH)  ( Zürich
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MAS in Gerontologischer Pflege (FH)  ( Zürich
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MAS in Geriatric Care (FH)  ( Basel
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MAS in Palliative Care (FH)  ( Aargau
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Beliebteste Lehrgänge, Trend-Themen und Karriereperspektiven

Die Anzahl der Menschen mit Demenzerkrankungen in unterschiedlichen Stadien ist nicht zu unterschätzen und liegt in der Schweiz derzeit bei mehr als 150'000 Betroffenen. Für Angehörige und Freunde ist es nicht immer einfach, mit einer solchen Situation umzugehen. Viele Menschen mit Demenz leben deshalb in Institutionen und Pflegeeinrichtungen, wo insbesondere dem Pflege- und Betreuungspersonal eine grosse Verantwortung zukommt. Die professionelle Pflege und Begleitung von Menschen mit Demenz ist anspruchsvoll und erfordert erfahrene sowie gut ausgebildete Fachpersonen.

Menschen mit Demenz benötigen besondere Aufmerksamkeit und eine individuelle Betreuung, damit sie ihr Leben möglichst selbstbestimmt und mit einer hohen Lebensqualität gestalten können. Entsprechend wichtig ist es, dass du als Fachperson über fundiertes Wissen und praktische Kompetenzen in den Bereichen Betreuung, Pflege und Beratung verfügst. Je nach Ausbildung und Weiterbildung übernimmst du dabei unterschiedliche Aufgaben und Verantwortungsbereiche – bis hin zu Führungs- und Leitungsfunktionen.

Wenn du Menschen mit einer Demenzerkrankung betreust, kannst du beispielsweise in einem Pflegeheim, einer anderen Betreuungseinrichtung oder direkt bei den Betroffenen zu Hause tätig sein. Möchtest du künftig Menschen mit Demenz professionell begleiten, pflegen und unterstützen, findest du auf Ausbildung-Weiterbildung.ch umfangreiche Informationen zu passenden Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in verschiedenen Gesundheitsberufen und auf unterschiedlichen Bildungsstufen.

Das Angebot reicht von kürzeren Kursen, Seminaren und Weiterbildungen für Pflege- und Betreuungspersonen bis hin zu umfangreichen Nachdiplom- und Hochschulweiterbildungen. Dazu gehören beispielsweise ein DAS mit Schwerpunkt Demenz und Lebensgestaltung oder ein MAS im Bereich Dementia Care. Solche Weiterbildungen richten sich unter anderem an Fach- und Führungspersonen aus Pflegeeinrichtungen und Institutionen sowie an Berufstätige aus weiteren Sozial- und Gesundheitsbereichen mit entsprechender Vorbildung. Beachte, dass nicht alle dieser Lehrgänge auch auf Ausbildung-Weiterbildung.ch aufgeführt sind.

  • Altersarbeit / Gerontologie (Zert.)
  • MAS in Palliative Care (FH)
  • Demenz (Zert.)

Demenzkompetenz

Mit einer älter werdenden Bevölkerung gewinnt der professionelle Umgang mit Demenz weiter an Bedeutung. Neben medizinischem Grundlagenwissen sind Kommunikation, Alltagsgestaltung sowie der Umgang mit herausforderndem Verhalten zentrale Kompetenzen.

Selbstbestimmtes Altern

Moderne Altersarbeit orientiert sich nicht nur an Defiziten und Unterstützungsbedarf. Im Mittelpunkt stehen zunehmend vorhandene Ressourcen, Selbstständigkeit, soziale Teilhabe und individuelle Lebensqualität.

Personenzentrierte Begleitung

Biografie, Persönlichkeit, Gewohnheiten und individuelle Bedürfnisse werden stärker berücksichtigt. Gerade bei Menschen mit Demenz kann eine personenzentrierte Begleitung wesentlich zum Wohlbefinden beitragen.

Aktivierung und soziale Teilhabe

Bewegung, Spiele, kreative Tätigkeiten und gemeinschaftliche Aktivitäten können körperliche, geistige und soziale Fähigkeiten fördern. Entsprechend wichtig sind altersgerechte Aktivierungsangebote.

Palliative Care und Lebensende

Die Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen wird zunehmend als interprofessionelle Aufgabe verstanden. Neben medizinischer und pflegerischer Versorgung spielen psychosoziale, spirituelle und ethische Fragen eine wichtige Rolle.

Angehörigenarbeit

Angehörige übernehmen häufig einen bedeutenden Teil der Betreuung. Fachpersonen benötigen deshalb nicht nur Kompetenzen im Umgang mit älteren Menschen selbst, sondern auch in Kommunikation, Beratung und Zusammenarbeit mit deren Umfeld.

Die beruflichen Möglichkeiten hängen stark von deiner Grundausbildung und der gewählten Weiterbildung ab. Viele Angebote qualifizieren nicht für einen vollständig neuen Beruf, sondern ergänzen eine bestehende Tätigkeit um spezialisiertes Fachwissen.

Mögliche Einsatzgebiete sind beispielsweise:

  • Alters- und Pflegezentren
  • Spitex und ambulante Angebote
  • Tagesstätten
  • soziale und gemeinnützige Organisationen
  • Beratungs- und Unterstützungsangebote
  • Demenzbetreuung
  • Aktivierung und Freizeitgestaltung
  • Palliative Care
  • Hospiz- und Sterbebegleitung
  • Angehörigenbegleitung

Besonders interessant können solche Weiterbildungen für Fachpersonen aus Pflege, Betreuung, Sozialarbeit, Aktivierung und weiteren Gesundheits- und Sozialberufen sein.

Bei der Karriereplanung ist deshalb wichtig, zwischen Zusatzqualifikation und eigenständiger Berufsqualifikation zu unterscheiden. Ein Zertifikatskurs in Demenz erweitert beispielsweise Fachkenntnisse, ersetzt aber keine pflegerische oder sozialpädagogische Grundausbildung.

Wie sind die Lohnaussichten?

Die Löhne im Bereich Alter, Demenz und Begleitung unterscheiden sich deutlich nach Grundausbildung, Funktion, Berufserfahrung und Arbeitgeber. Eine Weiterbildung in Demenz, Gerontologie oder Palliative Care ergänzt häufig einen bestehenden Beruf und führt deshalb nicht automatisch zu einem bestimmten Lohn.

Als Orientierung für eine Vollzeitstelle in der Schweiz:

  • Aktivierungsfachperson, ca. CHF 65'000–78'000
  • Dipl. Pflegefachperson HF/FH, ca. CHF 73'000–90'000
  • Pflegefachperson mit Spezialisierung Palliative Care, häufig ca. CHF 80'000–100'000 und mehr
  • Fach-/Leitungsfunktion in Langzeitpflege, Demenz oder Palliative Care, je nach Verantwortung ca. CHF 90'000–120'00

Wichtig: Ein Zertifikatskurs wie Demenz, Gerontologie oder Sterbe- und Trauerbegleitung ist in erster Linie eine Zusatzqualifikation. Er führt nicht automatisch zu einem bestimmten Berufsabschluss oder einer bestimmten Lohnstufe.

Fazit: Fachwissen für eine immer wichtigere Aufgabe

Menschen werden älter – und damit wachsen auch die Anforderungen an eine professionelle, individuelle und respektvolle Begleitung. Gleichzeitig ist die Arbeit mit älteren Menschen ausgesprochen vielfältig: Sie reicht von Aktivierung und sozialer Teilhabe über Demenz und Gerontopsychiatrie bis zur Begleitung am Lebensende.

Entsprechend unterschiedlich sind die Weiterbildungen. Ein Zertifikatskurs kann vorhandene Kompetenzen gezielt ergänzen, während eine umfangreiche Weiterbildung wie ein MAS eine vertiefte Spezialisierung ermöglicht.

Entscheidend ist deshalb dein persönliches Ziel: Möchtest du ältere Menschen im Alltag begleiten, dich auf Demenz spezialisieren, Aktivitäten gestalten oder Fachkompetenz für Palliative Care und die letzte Lebensphase erwerben? Wenn du diese Frage beantwortet hast, lässt sich der passende Bildungsweg deutlich leichter finden.

Demenz & Altersarbeit: Mit der richtigen Ausbildung oder Weiterbildung Menschen professionell unterstützen

Fragen und Antworten

Ein Berufsabschluss im Gesundheitswesen, etwa als Fachmann / Fachfrau Betreuung (FaBe) oder Fachmann / Fachfrau Gesundheit (FaGe) erleichtern Ihnen die Aufnahme zu einer Weiterbildung in der Altersarbeit mit Schwerpunkt Demenz. Je nach Bildungsinstitut können Sie jedoch auch nach einer Eignungsabklärung oder einem entsprechenden Grundlehrgang für den Lehrgang zugelassen werden. Erfragen Sie die Zulassungsbedingungen bitte direkt bei den Bildungseinrichtungen, die Sie interessieren.

Ein Bachelor oder Master in Pflege ist eine Möglichkeit, zum Master of Advanced Studies in Gerontologischer Pflege aufgenommen zu werden und sich gezielt auch über Demenz weiterzubilden. Sie können jedoch auch mit einer HF Ausbildung in Pflege auf Stufe I oder II, respektive NDS HF das Studium beginnen. Auch Pflegefachpersonen HF Pflege sowie einer mindestens 300 stündigen Weiterbildungen können „sur dossier“ zugelassen werden.

Der Umgang mit dementen Menschen ist für Angehörige aber auch nahestehende Bekannte nicht immer einfach, so dass ein Lehrgang zum Thema Demenz Ihnen sicherlich eine grosse Hilfe sein kann. Ein Kurs oder Vortrag könnte in diesem Fall das Richtige für Sie sein, auch in Form eines Fernstudiums.

Der Master of Advanced Studies Weiterbildungsmaster MAS in Dementia Care (FH) besteht aus drei Zertifikatslehrgängen (Certificate of Advanced Studies – CAS). Diese sind: CAS Dementia Care; CAS Schmerzmanagement; sowie CAS Interprofessionelle spezialisierte Palliative Care (Level B2). Das Masterstudium zum Thema Demenz umfasst insgesamt 60 ECTS-Punkte und etwa 66 Präsenztage. Für die einzelnen CAS besteht keine verpflichtende Reihenfolge, so dass es Ihnen möglich ist, mit jedem CAS zu beginnen. Starttermine der einzelnen Zertifikatslehrgänge in Demenzpflege erhalten Sie via Kontaktformular direkt von den Hochschulen.

Die Gerontopsychiatrie umfasst nicht nur Demenz, sondern auch Persönlichkeitsstörungen, Wahn- und Angstvorstellungen, Suchterkrankungen und Depressionen bei älteren Menschen. Eine Weiterbildung in der Gerontopsychiatrie kann jedoch auch ausschliesslich mit Schwerpunkt auf demente Patienten und Patientinnen abgeschlossen werden.

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Die richtige Weiterbildung bringt in der Regel nicht nur zusätzliche fachliche und persönliche Kompetenzen, sondern steigert die Chancen auf interessantere Stellen.

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Redaktionelle Leitung:

Stefan Schmidlin

Stefan Schmidlin, Bildungsberatung, Content-Team Modula AG

Quellen

Website des Schweizerischen Sekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI , Website www.berufsberatung.ch (offizielles schweizerisches Informationsportal der Studien-, Berufs- und Laufbahnberatung) sowie Websites und anderweitige Informationen der Berufsverbände und Bildungsanbieter.

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