Du möchtest eine Ausbildung zur Ernährungsberaterin / zum Ernährungsberater absolvieren, weisst aber noch nicht, welcher Abschluss zu deinen beruflichen Zielen passt? In der Schweiz kannst du zwischen einer privaten Ausbildung Ernährungsberater/in (Zert.) und einem staatlich anerkannten Bachelorstudium in Ernährung und Diätetik wählen. Die Ausbildungswege unterscheiden sich hinsichtlich Dauer, Kosten, Voraussetzungen, Anerkennung und Berufschancen. Erfahre, welche Möglichkeiten dir die verschiedenen Ausbildungen in Ernährungsberatung bieten, worauf du bei der Wahl einer Schule für Ernährungsberatung achten solltest und welcher Abschluss zu deinen Karriereplänen passt.
| Ernährungsberaterin / Ernährungsberater (Zert.) | Bachelor Ernährung und Diätetik |
| Privates Zertifikat oder Diplom | Bachelor of Science FH |
| Nicht eidgenössisch anerkannt | Staatlich anerkannter Hochschulabschluss |
| Je nach Schule auch ohne medizinische Vorkenntnisse | Hochschulzulassung und weitere studiengangspezifische Anforderungen |
| Wenige Monate bis ca. 2 Jahre oder länger | In der Regel 3 Jahre Vollzeit, je nach Studienmodell zusätzliche Praxiszeit |
| Grundlagen der Ernährung und Beratung | Vertiefte Ernährungswissenschaft, klinische Ernährungstherapie und Beratung |
| Allgemeines Ernährungscoaching, Fitness, Wellness, Prävention | Klinische Ernährungsberatung, Spitäler, Praxen, Gesundheitswesen |
| Selbstständigkeit im nichtmedizinischen Bereich grundsätzlich möglich | Auch im reglementierten Gesundheitsberuf bei Erfüllung der gesetzlichen Voraussetzungen |
| Keine automatische Vergütung durch Krankenkassen; allenfalls Zusatzversicherung | Abrechnung über die Grundversicherung unter den gesetzlichen Voraussetzungen möglich |
| Kosten je nach Anbieter sehr unterschiedlich | Studiengebühren und weitere Kosten der Fachhochschule |
Eine Ausbildung Ernährungsberater/in (Zert.) kann zu dir passen, wenn du:
Ein Bachelorstudium in Ernährung und Diätetik kann zu dir passen, wenn du:
Fazit: Beide Ausbildungswege vermitteln Ernährungswissen, unterscheiden sich jedoch deutlich hinsichtlich Ausbildungsumfang, Anerkennung und beruflicher Berechtigungen. Ein privates Zertifikat als Ernährungsberater/in oder Ernährungscoach ist kein Ersatz für den anerkannten Bachelorabschluss und führt auch nicht automatisch zu diesem weiter.
Wichtige Ergänzung: Was bedeutet Krankenkassenanerkennung?
Nicht jede Ausbildung in Ernährungsberatung berechtigt zur Abrechnung über die Krankenkasse. Entscheidend ist der erworbene Abschluss und die Art der Beratung.
Eine Ausbildung Ernährungsberater/in (Zert.) führt nicht automatisch zu einer Krankenkassenanerkennung, hat aber durchaus ihre Vorteile.
Fazit: Prüfe bei der Wahl deiner Schule für Ernährungsberatung, ob der Abschluss für deine beruflichen Ziele ausreicht und welche Voraussetzungen für eine mögliche Krankenkassenanerkennung gelten.